116 Jahre alte Roteiche gefällt – Waldkauzpaar verliert Bruthöhle 

Nun ist sie gefällt, eine 45 m hohe, 116 Jahre alte Roteiche mit einem Stammumfang von 3,30 m.
Wie im Artikel der Wümme-Zeitung vom 2.Juni 2021 steht, sollten eigentlich nur feine tote Äste aus Eichen auf dem Grundstück, das einer Erbengemeinschaft gehört, entfernt werden. Eine Eigentümerin aus der Erbengemeinschaft kam ihrer Pflicht nach ,wandte sich an die Behörde und diese schickte dann am 6. Oktober 2020 eine Behördenmitarbeiterin.  

Im Gutachten steht, dass die Eiche einen Schiefstand aufwies und somit die Standfestigkeit nicht mehr gegeben war und eine einseitige Kronenbildung vorhanden wäre. Auf Grund der Art und um Schäden auf den Grundstücken der Nachbarn zu verhindern, wären Pflegemaßnahmen , d.h. stutzen und auslichten, nicht sinnvoll und der Baum muss gefällt werden. 

Die einzigen Habitate die der/die Gutachter/in feststellte, waren Spechthöhlen, die Waldkauzhöhle wurde nicht erwähnt. 
Jessica Vince, Biologin und direkte Nachbarin des besagten Grundstücks, kann aber durch viele Bilder belegen, dass die Höhle jedes Jahr von einem Waldkauzpaar benutzt wurde. Das hätte zur Folge gehabt, dass ein Habitatstamm hätte erhalten werden müssen. Da die Waldkauzhöhle aber nicht vom Gutachter vor der Fällung erkannt wurde, war es zu spät für eine Auflage, einen Habitatstamm zu erhalten.  Auch kamen die behördeninternen Biologen und Artenschutzexperten zu dem Entschluss , dass es  „definitiv auszuschließen ist, dass Eulen dieses „Nest“ gebaut bzw. genutzt haben“. Unter Anderem wurde die Entscheidung mit einem Ausschnitt aus Wikipedia begründet.

 Als Ersatz wurde ein Nistkasten aufgehängt, der allerdings bis jetzt nicht angenommen wurde. Es kam somit dieses Jahr zum ersten Mal seit über 10 Jahren nicht zur Brut.

Wie Jessica Vince mir in einer mail mitteilte,  hat ihre  Familie noch versucht, wie auch im Artikel beschrieben, die Fällung  zu verhindern, indem sie die Kosten übernehmen  und einen Reststamm sowie Habitate erhalten wollten. Jedoch war der Fäller nach Ansicht von Jessica Vince mit der Situation überfordert und nannte zuerst Preise von 4.000€, dann 6.000€ dann später über 10.000€,  da die Grundstückseigentümer sowie der Fäller den Baum jetzt anscheinend einfach schnell fällen wollten. Dabei wurden Zaun und Büsche auf dem Grundstück der Familie Vince beschädigt.
 All dies geschah an einem Samstagnachmittag. 

Als Ersatz wurde eine 2,50 m hohe Hainbuche mit einem Stammumfang von ca.13 cm gepflanzt. Laut Jessica Vince entspricht dieser Ersatz nicht den gesetzlichen Vorgaben. Eine Kontrolle durch die Behörde ist noch nicht erfolgt, soll aber demnächst erfolgen.
Dieses Beispiel zeigt m.E. noch einmal sehr deutlich, dass es für eine Debatte um einen verschärften Baumschutz höchste Zeit ist. Es müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um Derartiges zukünftig , soweit es geht und möglich ist, zu verhindern.
Das ist im Einklang mit der Zielsetzung der Bremer Umweltbehörde:
Baumschutz - Erhalt des Altbaumbestandes in Bremen
Um diesem Schutzbedürfnis Rechnung zu tragen, gilt auf privaten und öffentlichen Flächen im Land Bremen die Baumschutzverordnung. Sie soll dazu beitragen, den wertvollen Altbaumbestand möglichst lange zu erhalten.
Ronald Thoms ;Bremen, den 7.Juni 2021

Download Bremer Baumschutzfibel
Download Bremer Baumschutzverordnung


 

Illegale Baumfällungen in Borgfeld? Im Beirat: Debatte um verschärften Baumschutz. 

 
Hermann Vinke ( Sprecher des Borgfelder Forums ) hatte sich an den Beirat mit dem Hinweis gewandt, dass in letzter Zeit in Borgfeld viele Bäume auf privaten Grundstücken gefällt werden, die möglicherweise wegen gesetzlicher Schutzbestimmungen ( Bremer Baumschutz-VO) gar nicht hätten gefällt werden dürfen. Als Beispiele nannte er Bäume auf Grundstücken in der Straße „Upper Borg“ und an der Einmündung „Holler Deich“. Den Beirat forderte er auf, sich zukünftig für den Schutz des alten, wertvollen Baumbestandes in Borgfeld konsequent einzusetzen. Auch forderte er eine Verschärfung der Baumschutz-VO. 
 
Dies entfachte eine heftige Diskussion im Beirat über legale und illegale Baumfällungen im Ort. Alle Beiratsmitglieder waren sich darüber einig, dass das Abholzen alter gesunder Bäume, die Borgfeld zum Teil ja auch noch einen dörflichen Charakter geben, möglichst verhindert werden muss. Im Zuge der erheblichen Bautätigkeiten der letzten Jahre hatte es in Borgfeld immer wieder Kritik von alteingesessenen Bewohnerinnen und Bewohnern in Bezug auf den Kahlschlag von Bäumen gegeben. Vor diesem Hintergrund sind wohl auch Äußerungen von Beiratsmitgliedern zu verstehen, die auf die Problematik so mancher Gefälligkeitsgutachten im Interesse von Bauinvestoren hinweisen. Zudem würden in den Genehmigungsverfahren der Behörden oft mehr wirtschaftliche Aspekte als der Naturschutz in den Blick genommen werden. Auch der Borgfelder Ortsamtsleiter ( Karl-Heinz Bramsiepe) findet, dass die Baumschutz-VO zu viele Ausnahmen zulässt. Die Entscheidungen der Behörden seien aber für ihn rechtlich bindend. 
 
Wie kann es nun weitergehen? Immerhin hat die Diskussion dazu geführt, dass es zukünftig wohl nicht mehr so einfach sein wird, mit „fadenscheinigen“ Begründungen (Wolfgang Klüver, CDU-Borgfeld)  Genehmigungen für das Abholzen von Bäumen in Borgfeld zu bekommen. Interessant: Jens Tittmann ( Pressesprecher der Umweltbehörde ) bietet dem Beirat mehr Transparenz bei den Bebauungsverfahren an. Drohende Baumverluste sollen dabei deutlich markiert und im Sinne von Baumschutzvorgaben begründet werden. Schön und gut, aber ob dies tatsächlich zu einem wirksamen Einfluss führen kann? Zweifel kommen dabei schnell wieder auf, wenn gleichzeitig als Entschuldigung das Baurecht angeführt wird, das dem wünschenswerten Baumschutz entgegenstehen würde. Begrüßenswert: Corinna Kreß ( Umweltbehörde, Sachgebiet Baumschutz ) kommt demnächst in eine Sitzung des  Beirates und wird dort Rede und Antwort stehen. 
Carsten Böning; Bremen den 5.Juni 2021
 
(Lesenswert dazu: Artikel in der Wümme-Zeitung v. 4. Mai, 15. Mai, 20.Mai 2021 ) 
 

Download Bremer Baumschutzfibel

Illegale Baumfällungen in Borgfeld?

 

Das Borgfelder Forum macht auf merkwürdige Baumfällungen auf privaten Grundstücken aufmerksam und entfacht damit eine Diskussion über legales und illegales Abholzen alter, wertvoller Bäume im Ort. Das Thema wurde auf der Beiratssitzung am 18.Mai 2021 ausführlich diskutiert und führte zu dem Schluss, dass es zukünftig schwieriger werden muss, gesunde Bäume zu fällen.
Der Pressesprecher der zuständigen Senatsbehörde (Jens Tittmann) gibt dazu interessante Auskünfte. Geplant: Corinna Kreß ( Sachbearbeiterin für den Bereich Baumschutz ) kommt demnächst in eine Sitzung des Beirates. 

 

Dazu ein WüZ-Artikel vom 15. Mai 2021:

 




Klimafreundliche Initiative in Borgfeld !

In Borgfeld - Für Borgfeld





von Carsten Böning, BORGFELD
 Die SPD - Borgfeld engagiert sich für Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden  im Stadtteil ! Ein entsprechender Antrag wird auf der nächsten Beiratssitzung am 20.04.2010 eingebracht. Diese Initiative unterstützen wir als Borgfelder Forum.
Auch die CDU - Borgfeld schließt sich laut Wümme - Zeitung der Initiative an !


Hier der Link zum Artikel in der Wümme - Zeitung  







Wunsch des Bürgervereins





von HEIKO WAGENER, BORGFELD

Ein Bürgerhaus zu schaffen ist der Ur-Wunsch des Bürgervereins allein. Ein wesentlicher auslösender Grund dafür war, dass der Bürgerverein, der zurzeit andere Räumlichkeiten auch für das umfangreiche Archiv nutzen darf, diese Räumlichkeiten in absehbarer Zeit verlieren kann, sodass der Bürgerverein und sein Archiv im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße stünden.

Darüber hinaus soll ein Bürgerhaus weitere Nutzungsmöglichkeiten für die Gemeinde allgemein und für bestimmte Gruppen schaffen. Hierüber ist schon viel berichtet und diskutiert worden.

Um die umfangreichen Kosten für ein Bürgerhaus getrennt erfassen und verwalten zu können, hat der Bürgerverein seinerzeit den Förderverein Dorfgemeinschaftshaus Borgfeld gegründet.

Da ein Verein mit Geldbeschaffung und -verwaltung allein nicht gemeinnützig sein kann, wurde in die Satzung des Fördervereins noch der Betrieb des Bürgerhauses aufgenommen. Nach wie vor ist aber der Bürgerverein Borgfeld der Initiator diese Projekts, und er wäre auch der Hauptnutzer eines zukünftigen Bürgerhauses.

Heiko Wagener, Vorsitzender des Bürgervereins Borgfeld

Bremen, den 03.03.2021





Stellungnahme des Borgfelder Forums  zu

Focke-Museum als Ersatz für ein Bürgerhaus in Borgfeld



Focke-Museum als Ersatz für ein Bürgerhaus in Borgfeld ? 

 

Die  Entscheidung der Bremischen Bürgerschaft im vorigen Jahr, keine Haushaltsmittel für ein Bürgerhaus in Borgfeld einzustellen, ist bei der Bürgerinitiative Borgfelder Forum auf scharfe Kritik gestoßen. Diese Entscheidung erfolgte auf Empfehlung der Kulturdeputation und ist erst jetzt dem Beirat, dem Bürgerverein und dem Forum in Borgfeld bekannt geworden. Die gleichzeitig ausgesprochene Empfehlung, man könne doch Borgfelder Veranstaltungen nach Schwachhausen ins Focke-Museum verlegen, habe man zunächst für einen schlechten Scherz gehalten, heißt es in einer Erklärung, die am Montagabend in einer Videokonferenz der Bürgerinitiative verabschiedet wurde. Die Deputation und die Bremische Bürgerschaft würden offenkundig über keine Vorstellungen darüber verfügen, welche Bedeutung Bürgerhäuser für das nachbarschaftliche, kulturelle Miteinander in den Stadtteilen Bremen hätten. Gerade auch für einen historisch gewachsenen Stadtteil wie Borgfeld, dessen Einwohnerzahl in den letzten beiden Jahrzehnten sich nahezu verdoppelt hat, sei eine lebendige Begegnungsstätte der Menschen wichtig. Lilienthal würde es vormachen: Dort gäbe es Murkens-Hof als Veranstaltungsort mit seinen sehr gut besuchten vielseitigen Angeboten, auch mit der dort ansässigen aktiven und lebendigen Volkshochschule. Zusammen mit Bürgerverein und Förderverein will das Borgfelder Forum nach einem neuen Standort für das geplante Bürgerhaus suchen, falls das Projekt Bürgerhaus nicht mit der Ev. Kirchengemeinde Borgfeld zu verwirklichen ist.
Borgfelder Forum 02.Februar 2021
Carsten Böning, Hermann Vinke, Sprecher



Nächstes Treffen Borgfelder Forum

  Montag, 7.September um 19:30 Uhr im Fleet Raum / Stiftungsdorf Borgfeld



Thema: Verkehrssituation im Borgfelder Zentrum / Einladung des ADFC Bremen
Eingeladen ist der Allgemeine Deutsche Fahrradclub-Bremen ( ADFC). Die Teilnehmerzahl ist sehr begrenzt.
Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich (Tel. 0421 / 84736393).



Alternativen zur Spielhalle in Borgfeld


 

Eine Spielhalle am Krögersweg ist so ungefähr das Letzte, was Borgfeld braucht. Deshalb sind die Proteste der Anwohner und der übrigen Bevölkerung gegen eine Spieliothek nur allzu berechtigt. Das Borgfelder Forum schließt sich der Kritik an dem Plan für eine solche Vergnügungsstätte an und schlägt zugleich vor, dem Eigentümer des Hauses Alternativen zur Nutzung der bislang als Friseursalon genutzten Fläche anzubieten. Die Räumlichkeiten  könnten z. B. für eine Naturschutzorganisation, für Weiterbildungsmöglichkeiten sowie  für Aktivitäten in den Bereichen Kunst und Kultur genutzt werden - gewissermaßen als eine Vorstufe für das geplante Bürgerhaus, das erst in einigen Jahren zur Verfügung stehen dürfte. Selbstverständlich erwartet der Eigentümer Pachteinnahmen. Eine Finanzierung der Pacht stellt zweifelsohne eine Hürde dar. Denkbar wäre eine Solidaritätsaktion Borgfelder Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Spenden den Einstieg in ein solches Projekt ermöglichen.
Borgfelder Forum, 11. August 2020:
Carsten Böning, Hermann Vinke, Uwe Rosenberg, Sprecher


Stellungnahme des Borgfelder Forums  zum Zentren- und Nahversorgungskonzept und zur Debatte um das Bauvorhaben Viohl :

Die anstehende Weichenstellung für die Zukunft unseres Stadtteils sollte zunächst von grundlegenden Voraussetzungen ausgehen, bevor einzelne Interessen in die Waagschale geworfen werden.
Als historisch gewachsener Stadtteil in unmittelbarer Nähe eines der größten Natur- und Landschaftsschutzgebiete in Norddeutschland sollten nach unserer Auffassung Umweltschutz und Lebensqualität ausschlaggebende Kriterien sein. Daraus folgen praktische Vorschläge:
Der Auto- und Warenverkehr in Borgfeld-Mitte muss stufenweise zurückgedrängt werden, damit Borgfeld Mitte ein angenehmer und liebenswerter Aufenthaltsort wird. Auf allen Straßen in Zentrum gilt Tempo 30 mit Vorrang für Fußgänger und Radfahrer. An beiden Markttagen der Woche, also am Mittwoch und Sonnabend, gehört Borgfeld-Mitte ganz den Fußgängern und Radfahrern.
Nicht den Parkplätzen gebührt in Mitte der Vorrang, sondern verkehrssicheren Radwegen und Plätzen zum Verweilen. Bestehender Parkraum, etwa am Supermarkt REWE, sollte der Allgemeinheit uneingeschränkt zur Verfügung stehen.
Die Jacobs-Wiese sollte in einen städtischen Park umgewandelt und von der Bevölkerung für Freizeit-Aktivitäten stärker als bisher genutzt werden.
Für alle Bauvorhaben – privat wie öffentlich – sowie für Maßnahmen der Infrastruktur gilt ab sofort das Gebot der Nachhaltigkeit: Energieeffizienz, sparsamer Umgang mit Ressourcen und Grundflächen, Verringerung von Lärm- und Feinstaubbelastung, Umstellung auf Elektroantriebe, zusätzliche Grünflächen.
Borgfeld soll ein klimafreundlicher Stadtteil werden und tritt in einen bremischen Wettbewerb um Nachhaltigkeit und Lebensqualität ein (nach dem Vorbild etwa von Osnabrück, das für 2020 den Preis als „nachhaltigste Großstadt Deutschlands“ gewonnen hat).
Neben ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten steht für das Borgfelder Forum die Frage des Zusammenlebens im Vordergrund. Uns geht es bei der Ortsentwicklung nicht zuletzt um den Zusammenhalt zwischen Alt-Borgfeld und den neuen Wohngebieten. Dabei kommt dem geplanten Bürgerhaus als einem Ort der Begegnung und der Kultur eine besondere Bedeutung zu. Das Forum wird in den kommenden Wochen versuchen, mit öffentlichen Veranstaltungen die Bevölkerung in die Debatte über die Ortsentwicklung mit einzubeziehen.
Nach Ansicht des Forums ist es an der Zeit, dass Borgfeld eigene Ideen zur Zukunftsgestaltung entwickelt, statt sich darauf zu beschränken, von außen kommende Konzepte wortgewaltig abzulehnen. Insbesondere bei Umwelt-Vorhaben bietet sich eine enge Abstimmung mit Oberneuland und mit der Nachbargemeinde Lilienthal an.
Bei allen Überlegungen sind selbstverständlich auch die Interessen des Einzelhandels im Ortsteil zu berücksichtigen. Die Debatte würde aber zu kurz greifen, wenn sie sich auf die Frage beschränkt, ob ein zusätzliches Drogerie-Geschäft errichtet werden soll.
Zum Bauvorhaben Viohl erklärt das Forum, der Um- bzw. Neubau des Baumarktes sei Sache der Eigentümer. Die Verlagerung eines bestehenden Supermarktes sowie möglicherweise weiterer Geschäfte auf das Viohl-Gelände birgt für die Ortsentwicklung möglicherweise Chancen, bedeutet jedoch zunächst eine zusätzliche Verschärfung einer bereits angespannten Verkehrssituation. Die Rahmenplanung ist allerdings noch viel zu vage, sodass eine abschließende städtebauliche Bewertung derzeit nicht möglich ist.
Die ebenfalls auf dem Viohl-Gelände vorgesehenen Wohnungen sollten nicht nur ökologischen Standards entsprechen, sondern vor allem bezahlbar sein und nach unserer Auffassung für Alt und Jung gebaut werden. Auch beim Bauvorhaben Viohl plädiert das Borgfelder Forum für eine intensive Bürgerbeteiligung. 
Borgfeld, seine Bürgerinnen und Bürger haben viel zu bieten, wenn sie sich künftig entschlossen den Maßstäben der Nachhaltigkeit und der Lebensqualität verschreiben. 
Borgfelder Forum, 6. Februar 2020:
Carsten Böning, Hermann Vinke, Sprecher


Stellungnahme zum "Seebacher-Plan"

Zu der Idee des ehemaligen Bremer Stadtplaners Wendelin Seebacher, das Alte Pfarrhaus sowie das Pastorenhaus und den Gemeindesaal der Ev. Kirche in Borgfeld künftig als „Dorfgemeinschaftshaus“ zu nutzen, nimmt das Borgfelder Forum wie folgt Stellung:


Wir treten ein für ein Bürgerhaus auf dem Warftgelände

Warum ein Bürgerhaus?
Borgfeld ist in den letzten 20 Jahren enorm gewachsen. Waren es seinerzeit noch 5500 Einwohner, so erhöhte sich die Zahl dank der Neubaugebiete Borgfeld-Ost und West inzwischen auf 9300 Einwohner. Wir vom Borgfelder Forum meinen, dass unser gewachsener Stadtteil ein Bürgerhaus braucht - eine Begegnungsstätte für alle Altersgruppen, langjährige und neue Bewohner Borgfelds.
Bürgerhäuser gibt es in vielen Dörfern und Stadtteilen in und um Bremen. Sie werden manchmal auch Dorfgemeinschaftshaus oder Quartierszentrum genannt. Und sie bieten den Bürgern, Vereinen und sonstigen Gruppen viele attraktive Möglichkeiten, wie z.B
·         Kunstausstellungen

·         Theaterproben und -aufführungen 

·         Probenräume und Musikkonzerte

·         Archiv für Heimat- / Dorfgeschichte

·         Private Nutzung für Familienfeiern

·         Jugend- oder Seniorentreff

Auch das eindrucksvolle Borgfelder Heimatarchiv mit seinen Büchern über Borgfeld, den vielen historischen Dokumenten und Exponaten braucht dringend Räumlichkeiten, die in einem Bürgerhaus verwirklicht werden können. Den Borgfelder Schülerinnen und Schülern fehlt es an Räumlichkeiten für Projekte, für Tanz und Theater, die ein Bürgerhaus ebenfalls bieten kann. Natürlich kann ein Bürgerhaus noch vieles mehr beherbergen, sogar die Einbeziehung des Ortsamts mit Büro für den Kontaktpolizisten wäre denkbar.
 
Warum auf dem Warftgelände?
Nachdem nun die Flüchtlingscontainer der Borgfelder Warft  abgebaut sind, wünscht sich das Borgfelder Forum vorzugsweise diesen Standort für ein Bürgerhaus. Er ist zentral gelegen, für alle gut erreichbar und bietet Platz für das Bürgerhaus und ausreichend Parkplätze, die dem TSV zur Verfügung stehen. Übrigens hatten sich bei einer kürzlich durchgeführten Umfrage von 145 Teilnehmern 93,1% für die Einrichtung eines Bürgerhauses ausgesprochen und 71% halten den Standort auf dem Warftgelände für geeignet.
Unterstützen auch Sie unsere Idee für ein Bürgerhaus auf dem Warftgelände! Unterschreiben Sie unsere online Petition und werben Sie für das Projekt in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis.